Eingabe der Elemente für die WT-Berechnung

Damit die Resultate der WT-Untersuchung aussagekräftig sind, sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden:


Eingabe von Gebäuden

Bei der Eingabe von Gebäuden (Modus Eingeben) müssen im Zusammenhang mit der WT-Berechnung folgende Punkte beachtet werden:

Ermittlung der Wohnfläche
Die Wohnfläche (WF) ist einer der wichtigsten Parameter für die WTI-Berechnung. SLIP ermittelt die Wohnfläche aus der Fläche der Grundrisse und der Anzahl Geschosse sämtlicher ausgewählten Gebäude mit mindestens einem Empfangspunkt.

Zuordung der Lärmbelastung
SLIP ermittelt für die Zuweisung der Lärmbelastung zu den Wohnflächen für jedes Gebäude pro Geschoss den lautesten Punkt. Um falsche Interpretationen bei der Zuweisung der Lärmbelastungen zu verhindern, sollten bei der Eingabe von Häusern und Empfängern die folgenden Punkte berücksichtigt werden:


Eingabe von unüberbauten Parzellen

Für unüberbaute Parzellen geben Sie Elemente vom Typ Parzelle ein (Modus Eingeben). Für die Ermittlung der Lärmbelastung sollte für jedes Geschoss der Parzelle ein Empfangspunkt (ev. Multiempfänger) eingegeben werden. Für jede Parzelle definieren Sie ES, Nutzung und Ausnützungsziffer (AZ). Die entsprechenden Angaben finden Sie im Zonenplan, bzw. im Nutzungs- und Baureglement der zuständigen Gemeinde.

  Hinweise:

  • Die Eingabe von Empfindlichkeitsstufen (ES), Nutzung und Ausnützungsziffern (AZ) kann für mehrere Gebäude / unüberbaute Parzellen innerhalb einer Bauzone mit Hilfe des Elementes Bauzone eingegeben werden, ohne dass für jedes einzelne Objekt in der Bauzone die entsprechenden Parameter angepasst werden müssen. Die Parameter der Bauzone sind wiefolgt definiert:

    • id: Geben Sie den Namen der Bauzone ein, am besten den Namen der Zone nach Zonenplan sowie die Ortsbezeichnung, z.B. "Wohnzone 2 Oberberg".
    • ES: Geben Sie die geltende Empfindlichkeitsstufe nach Zonenplan, bzw. Planungs- und Baureglement ein. Achtung: Gelten in der gleichen Zone (z.B. Wohnzone 2) unterschiedliche Empfindlichkeitsstufen (z.B. ES III in der ersten Bebauungsreihe, ES II im restlichen Zonenteil), so muss für jede Empfindlichkeitsstufe eine separate Bauzone eingegeben werden oder die ES in den Eigenschaften der von der Aufstufung betroffenen Gebäude angepasst werden.
    • Nutzung: Geben Sie die Nutzung (Wohnung, Gewerbe oder Gemischt mit entsprechendem Wohnanteil) innerhalb der Bauzone an. Ist die angegebene Nutzung einer Bauzone und einem darin liegenden Haus unterschiedlich, so wird für das betroffene Haus die angegebene Nutzung des Hauses verwendet.
    • Anteil lärmempfindlich: Geben Sie hier den Anteil der lärmempfindlichen Nutzfläche proportional zur gesamten Nutzfläche innerhalb der Bauzone an (z.B. bei Wohn- oder Büroräumen in Industriegebäuden).
    • AZ max: Geben Sie die nach Zonenplan, bzw. Nutzungs- oder Baureglement gültige Ausnützungsziffer ein.
    • Ausbaugrad: Geben Sie den Ausbaugrad der Zone ein, z.B. 1.0, wenn die Zone vollständig überbaut (AZ max erreicht) ist oder es sich um eine Einzelliegenschaft ausserhalb der Bauzone handelt (siehe unten). Wenn Sie keine Eingabe machen, rechnet SLIP den aktuellen Bebauungsgrad selbständig aus.
    • Max. Anzahl Stockwerke: Geben Sie die maximal zulässige Anzahl Stockwerke nach Nutzungs- oder Baureglement ein. Diese Eingabe wird gebraucht, wenn Sie automatisch Empfänger in einem Gebiet eingeben, welches sich über mehrere Bauzonen mit unterschiedlicher Anzahl zulässiger Stockwerke erstreckt.

  • Falls Ihr Projekt Bauzonen enthält ist der Parameter Anteil lärmempfindlich massgebend.

  • Im Kontext einer WT-Berechnung werden die Paramater Anteil lärmempfindlich, AZ max. und Ausbaugrad normalerweise auf auto gesetzt. BEMERKUNG: (1) Für eine Zone ohne Gebäude und Parzellen, welche aber in Zukunft bebaut wird, ist ein expliziter Wert für AZ max nötig. (2) Falls AZ max auf auto gesetzt ist, empfiehlt sich diesen Parameter für jede unbebaute Parzelle in der Zone zu spezifizieren.
  • Für Gebiete, die in einem detaillierten Projekt (z.B. LSP) nicht enthalten sind, aber für die WT-Berechnung berücksichtigt werden müssen, können Bauzonen auf dazu verwendet werden, eine grobe Abschätzung der Situation vorzunehmen.