Das Box-Modell stützt sich auf den ersten Teil von [EMPABS1983] (s. Seiten 2–4 und Anhang 1–3). Für die Berechnung der Emissionen von Tunnelportalen (inkl. Direktivität) wird ein Spiegelquellenansatz verwendet. Der Berechnungsansatz wird im Folgenden kurz erläutert.
Tunnel als 'Box' mit reflektierenden Innenwänden. Ein Tunnel aus dem SLIP-Modell wird im Box-Modell als Schachtel mit Breite , Höhe
und Länge
beschrieben (diese entsprechen der Dimensionen des im SLIP-Modell eingegebenen Tunnel-Polygons). Die Schachtel hat zwei offene Seiten, welche die Tunnelportale darstellen (siehe Abbildung).
Ist das Tunnel-Polygon nicht geschlossen, wird nur ein Portal modelliert und (wenn nicht unter Element-Attribute explizit definiert) die Länge des Tunnels wird auf gesetzt (die Portalemissionen erhöhen sich ab dieser Tunnellänge nicht mehr signifikant). Siehe auch Tunnelelement.
Die Innenwände des Tunnels sind reflektierend (Absorbsionsgrad ); der Portalausgang kann jedoch auch über die bei der Eingabe des Tunnelselements defininerbare Länge
als hochabsorbierend gesetzt werden (
; siehe Abbildung).
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Alle Quelle im Tunnel durch eine einzelne Ersatzquelle modelliert (Strasse/Bahn). Alle Quelle im Tunnel (SLIP-Modell) werden als eine einzige gerade, inkohärente Linienquellen modelliert (siehe rote Linie in der Abbildung).
Tunnelportal modelliert mittels Punktquellen mit Direktivität.
Tunnel-Simulationen: Ermittlung der Emissionen und Direktivität von Portalen. Eine Tunnel-Simulation wird für mehrere fiktive Empfangspunkte in angemessener Distanz () und mit unterschiedlichen Winkeln um das Portal ausgeführt.
Die Simulation schätzt folgende Lärmbelastungen ab:
In diesem Algorithmus gelten folgende Punkte: