- Alarmwert (AW): Er ist das Kriterium für die Dringlichkeit von Sanierungen und löst in der Umgebung bestehender öffentlicher oder konzessionierter Anlagen Schallschtzmassnahmen an bestehenden Gebäduen aus. Siehe auch Belastungsgrenzwerte.
- Belastungsgrenzwert: Siehe Belastungsgrenzwerte.
Beurteilungspegel (Lr): Der Beurteilungspegel Lr ist die Summe des ermittelten A-bewerteten Mittelungspegels Leq und den Pegelkorrekturen, welche je nach Lärmart unterschiedlich definiert sind (siehe dazu Lärmschutz-Verordnung LSV Anhang 3ff.
- Digitales Geländemodell (DGM): Das digitale Geländemodell ist die Abbildung des Geländes durch Koordinaten und weitere Parameter. Es sollte beachtet werden, dass bei der Eingabe der Polygone die das Modell definieren, nur relevante Elemente aufgenommen werden. Daten die keinen Einfluss auf die Resultate haben verlängern höchstens die Berechnungszeit.
- Digitales Höhenmodell (DHM): Das DHM
- Digitales Terrainmodell (DTM): siehe Definition digitales Geländemodell (DGM)
- Durchschnittlich täglicher Verkehr (DTV): Verkehrsmenge, welche in einem Jahr einen Querschnitt durchfährt, dividiert durch die Anzahl Tage pro Jahr.
- DXF (Drawing exchange format): Siehe DXF.
- Empfindlichkeitsstufen ES I - IV:
- ES I: Zone mit erhöhtem Lärmschutzbedürfnis, Erholungszonen
- ES II: Zonen, in denen keine störenden Betriebe zugelassen sind, namentlich Wohnzonen sowie Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen
- ES III: Zonen, in denen mässig störende Betriebe zugelassen sind, namentlich in Wohn- und Gewerbezonen (Mischzonen) sowie Landwirtschaftszonen
- ES IV: Zonen, in denen stark störende Betriebe zugelassen sind, namentlich in Industriezonen
- Gemeindenummer: Das Bundesamt für Statistik vertreibt ein amtliches Gemeindeverzeichnis der Schweiz. Dort wurde jeder Gemeinde der Schweiz eine Nummer zugeordnet.
- GPE.INI: Die Konfiguration des Programms SLIP wird in diesem File abgelegt.
- GPE.EXE: Programmfile von SLIP.
- Hot-Key: Hot-Keys sind einfache Tastenkombinationen für oft verwendete Menübefehle und erleichtern somit die Arbeit mit SLIP. Im Teil E sind sämtliche Hot-Keys mit ihrer Bedeutung aufgelistet.
- Immissionsgrenzwert IGW: Der IGW löst Sanierung bestehender Anlagen aus und ist der Höchstwert für die Bewilligung neuer Gebäude mit lärmempfindlichen Räumen. Zudem löst er in der Umgebung neuer oder wesentlich geänderter öffentlicher oder konzessionierter Anlagen Schallschutzmassnahmen an bestehenden Gebäuden aus. Siehe auch Belastungsgrenzwerte.
- Installation: Damit Sie erfolgreich mit SLIP arbeiten können, ist eine exakte Installation des Programms wichtig. Siehe Installation und Konfiguration.
- K1 (Strassenlärm): Die Pegelkorrektur K1 für Motorfahrzeuglärm berücksichtigt die geringere Störwirkung bei tiefem Verkehrsaufkommen und wird anhand des durchschnittlichen Tages- und Nachtverkehrs wie folgt berechnet:
K1 = -5 für N < 31,6
K1 = 10 * log(N/100) für 31,6 ≤ N ≤ 100
K1 = 0 für N > 100
(Dabei steht N für den stündlichen Motorfahrzeugverkehr Nt oder Nn.)
- K1, K2, K3 (Industrie- und Gewerbelärm):
- K1: Pegelkorrektur unterschiedlich je nach Lärmart (siehe Lärmschutz-Verordnung (LSV) Anhang 6, Ziffer 1)
- K2: Die Pegelkorrektur K2 berücksichtigt die Hörbarkeit des Tongehalts des Lärms am Immissionsort und beträgt:
(a) bei nicht hörbarem Tongehalt: 0
(b) bei schwach hörbarem Tongehalt: 2
(c) bei deutlich hörbarem Tongehalt: 4
(d) bei stark hörbarem Tongehalt: 6
- K3: Die Pegelkorrektur K3 berücksichtigt die Hörbarkeit des Impulsgehalts des Lärms am Immissionsort und beträgt:
(a) bei nicht hörbarem Impulsgehalt: 0
(b) bei schwach hörbarem Impulsgehalt: 2
(c) bei deutlich hörbarem Impulsgehalt: 4
(d) bei stark hörbarem Impulsgehalt: 6
- Landeskoordinaten (CH):
- LV95 (neu): Referenzpunkt: (X:1'200'000, Y:2'600'000).
- LV03 (alt): Referenzpunkt: (X:200'000, Y:600'000).
Siehe Details und Koordinatentransformationen.
- Lärmbelastungskataster: Bei Strassen, Eisenbahnen und Flugplätzen hält die Vollzugsbehörde die bei den Anlagen ermittelten Lärmbelastungen in einem Kataster fest.
- Lärmschutzverordnung (LSV): Die Lärmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 regelt den Vollzug des Umweltschutzgesetzes im Bereich Lärmbekämpfung. Sie soll vor schädlichem und lästigem Lärm schützen. Sie legt fest, wie der Strassenlärm ermittelt und beurteilt wird.
Mittelungspegel Leq: Die Abkürzung Leq steht für "energie-äquivalent". Es wird der Durchschnitt der Schalldruckquadrate an einem Immissionsort, über längere Zeit gebildet und dann der Pegel berechnet.
Aus einer zeitliche Folge von Schallpegelwerten, wird der Mittelwert nicht arithmetisch berechnet, sondern nach den Regeln der "Dezibelarithmetik".
- Multi-Empfänger: Ein Multiempfänger ist einer der Elementtypen, die Sie eingeben können. Er besteht aus mehreren Empfängerpunkten mit denselben X-, Y- und Z-Koordinaten, aber unterschiedlichen Höhen. Eine mögliche Anwendung ist zum Beispiel ein Haus mit mehreren Etagen.
Nt, Nn: Der durchschnittliche Tages- (Nt) und Nachtverkehr (Nn) ist der stündliche Verkehr von 06 bis 22 Uhr und von 22 bis 06 Uhr im Jahresmittel (Fahrzeuge pro Stunde).
- Planungswert (PW): Ist zu beachten bei der Bewillung neuer Anlagen und bei der Ausscheidung neuer Erschliessungen von Bauzonen. Siehe auch Belastungsgrenzwerte.
- Projektbearbeitung: Eine saubere und effiziente Projektbearbeitung besteht im wesentlichen aus den folgenden Elementen: Vorbereiten der Grundlagen, Dateneingabe und Bearbeitung, Berechnung und Darstellung der Resultate. Im Teil B dieser Dokumentation finden Sie Erläuterungen zu diesen Arbeitsschritten.
- Projektbereich: Der Projektbereich bezeichnet die mit X- und Y-Koordinaten abgegrenzte Fläche im Projektfenster. Mit dem Befehl Neu erscheint ein neues Projekt, dessen Grösse ungefähr die ganze Schweiz abdeckt. Nach der Eingabe eines Elementes wird die Grösse des Projektes auf dieses Element angepasst.
- Quellenwert: Der Emissionspegel der Schallquelle wird oft als Quellenwert bezeichnet. Es handelt sich um den fiktiven Schalldruckpegel der Quelle in einem Abstand von einem Meter ab der Linienquelle.
- Ressourcen (von Windows): Die Windows-Ressourcen sind sämtliche Ein- und Ausgabemedien die Windows verwenden kann, d.h. Drucker, Plotter, Scanner usw. Um diese Medien zu verwenden, wird ein aktueller Treiber des Gerätes benötigt.
Schalldruckpegel (Lp): Der Schalldruckpegel Lp beschreibt das logarithmierte Verhältnis des quadrierten Effektivwertes des Schalldrucks eines Schallereignisses zum Quadrat eines Bezugswerts p0. Das Ergebnis wird mit der Maßeinheit Dezibel (Abkürzung dB) gekennzeichnet. Der Bezugswert für Luftschall wurde auf p0 = 2 · 10-5 Pa festgelegt. Dieser Schalldruck entsricht der Hörschwelle des menschlichen Gehörs bei der Frequenz 1 kHz. Als Pegelgröße kann der Schalldruckpegel sowohl positive (Schalldruck ist größer als Bezugswert) als auch negative (Schalldruck ist kleiner als Bezugswert) Werte annehmen.
Schallleistungspegel (Lw): Der Schallleistungspegel Lw gibt im logarithmischen Mass die gesamte von einer Schallquelle abgestrahlte Schallleistung W im Verhältnis zum Bezugswert w0 an. w0 ist definiert mit 10-12 W. Falls sich die gesamte Schallleistung auf eine Fläche von 1 m2 verteilt, ist der Schallleistungspegel und der Schalldruckpegel in diesem Abstand zahlenmässig gleich gross.
Die Schallleistung ist eine schallquellenspezifische Grösse und kann mit der elektrischen, mechanischen oder thermischen Leistung verglichen werden. Die Schallleistung einer Quelle nimmt mit zunehmendem Abstand nicht ab, verteilt sich aber auf eine immer grösser werdende Fläche.
- Schein-Schallleistungspegel: Der Schein-Schallleistungspegel ist wie folgt definiert: Wird die Quelle von einem Winkel α1 aus beobachtet, beträgt der Schallleistungspegel, unter der Annahme, dass die Quelle keine Direktivität aufweist, Lw1.
Wird die Quelle von einem anderen Winkel α2 aus betrachtet, wäre der Schallleistungspegel bei einer Quelle ohne Direktivität Lw2.
Wenn sich Lw2 von Lw1 unterscheideen, weist die Quelle eine Direktivität auf und die festgelegten Schalleistungspegel sind nur Schein-Schallleistungspegel.
- Schnittstelle: Eine Schnittstelle ist die Grenze zweier benachbarter Hardware-Komponenten oder die Bezeichnung für die Gesamtheit aller physikalischen und prozedualen Festlegungen der betreffenden Grenze.
- Shapefile: Dateiformat für geographische Daten (von ESRI ursprünglich für ArcView entwickelt). Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Shapefile und https://en.wikipedia.org/wiki/Shapefile.
- Text Transfer Format (TTF): Formatdefinition, welche die Speicherung der Projektdaten von SLIP in einem Textfile ermöglicht.
- Umweltschutzgesetz (USG): Das Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 wurde gestützt auf den Artikel 24septies der Bundesverfassung erlassen. Es bildet zusammen mit der Lärmschutzverordnung die juristische Grundlage für die Erhebung und Beurteilung der Lärmbelastung. Voir [USG].
- Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): Bevor eine Behörde über die Planung, Errichtung oder Änderung von Anlagen, welche die Unwelt belasten könnten entscheidet, prüft sie die Umweltverträglichkeit dieser Anlagen. Im Rahmen dieser Prüfung werden auch die Lärmbelastungen untersucht.
- Untersuchungsperimeter: Grenze eines Gebietes, in dem eine Untersuchung durchgeführt wird. Bei Lärmermittlungen mit dem Programm SLIP wird der Untersuchungsperimeter als Polygonzug gebildet, welcher alle Elemente eines Projektes enthält.
- Verkehrsdaten: Anhand von Verkehrsdaten kann der Emissionswert bestimmt werden.
- Werkzeuge: Um ein Projekt zu bearbeiten, bietet SLIP verschiedene Modi an. Jedem dieser Modi stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, die über den Modus in der Menüleiste oder direkt in der Werkzeugleiste gewählt werden können.
- WT: Mit der Wirtschaftliche Tragbarkeit (WT) von Lärmschutzmassnahmen werden Kosten und Nutzen von geplanten Lärmschtzmassnahmen mit Hilfe der Kennzahl WTI (Index der wirtschaftlichen Tragbarkeit) beurteilt.
- Zwischenablage: Die Zwischenablage ist ein temporärer Bereich, der dem Austausch von Daten zwischen verschiedenen Anwendungsprogrammen dient. Wenn Sie Informationen ausschneiden oder kopieren, werden diese in die Zwischenablage kopiert.