Platte
Mit diesem Elementtyp können schwebende Elemente wie Brücken, Halbüberdeckungen und Auskragungen von Lärmschutzwänden modelliert werden.
Modellierung in SLIP
- Die Platten werden als Schachtel, die unten offen sind, modelliert (siehe Abbildung).
- "Links" und "Rechts" beziehen sich auf die Seitenwände der Platte. Die Eingabereihenfolge der Punkte der Platte bestimmt die Plattenausrichtung Links/Rechts). Z.B. "Rechts" ist aussen, wenn die Platte gegen den Uhrzeigersinn eingegeben wurde (siehe Abbildung).
- Den Wänden und dem Dach der Platten kann einen Reflexionsgrad gemäss der Abbildung zugewiesen werden.

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| Abb 1. | Beispiel einer gegen den Uhrzeigersinn eingegebenen Platte. |
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| ❑ | Bemerkungen: - Platten sind schwebende Elemente.
- Platten müssen als geschlossenes Polygon definiert sein.
- Das zu modellierendem Element muss nicht zwingend horizontal sein, sollte allerdings annäherend flach sein.
- Die maximale Hindernisdämpfung einer Platte ist 25 dBA.
- Für Plattenkanten, die sich nicht zwischen Quelle und Empfänger befinden (in der XY-Ebene), werden keine Diffraktionen berechnet. Diffraktionen werden in solchen fällen mit einem festen Standardwert abgeschätzt (siehe auch Brücke).
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Anwendunsbereich Platten eignen sich um Abschirmungen und Reflexionen durch folgende Elemente zu modellieren:
| ❑ | Hinweise: - Vermeiden Sie die Verwendung vieler reflektierender Platten in einem Projekt, da dies zu deutlich längeren Berechnungen führt.
- Wenn ein Projekt reflektierende Platten verwendet, wird das Rechnen mit Mehrfachreflexionen aufgrund der hohen verlangten Rechenkapazität nicht empfohlen.
- Platten eignen sich nicht für die Modellierung von Situationen, in denen Reflexionen höherer Ordnung wichtig sind (wie z.B. Tunnel, Galerien oder Loggia-Situationen). Siehe auch Tunnel.
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Siehe auch